
Bibel-Genuss-Tage
Programm 2026
Sie alle gehen an den Bibel-Genuss-Tagen in Flims ins Gespräch zu Zukunft & Hoffnung.
Donnerstag 26.11.2026
18:00

Gottesdienst zur Eröffnung
Eröffnungsgottesdienst mit Christoph Sigrist mit Musik von der Jungen Kirchenmusik Flims und Magdalena Malec an der Orgel.
Die Bibel-Genuss-Tage starten beim Eröffnungsgottesdienst mit Pfarrer Christoph Sigrist, den meisten bekannt als Pfarrer Sigrist vom Grossmünster in Zürich, wo er bis Ende 2023 tätig war. Heute zählt er zu den bekanntesten Pfarrpersönlichkeiten der Schweiz. Gerade durch sein Wirken in der Grossstadt Zürich und in einem der bekanntesten Kirchengebäude der Deutschschweiz ist er vielen Menschen seelsorgerlich in den unterschiedlichsten Lebenssituationen begegnet. Als Professor für Diakoniewissenschaft reflektiert er, wie Menschen in allen Lebenslagen begleitet und unterstützt werden können, damit sie selbst in schwierigsten Lebenssituationen wieder Hoffnung und Zukunft sehen. Was gibt uns Kraft, heute nochmals ein Apfelbäumchen zu setzen, wenn morgen schon die Welt unterginge?
Der Gottesdienst wird begleitet mit Orgelmusik von Magdalena Malec und der Jungen Kirchenmusik Flims.
Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir Sie zu einem Apéro im Kirchgemeindehaus ein.

19:00

Apero zur Eröffnung
Im Anschluss an die Eröffnung der Bibel-Genuss-Tage laden wir Sie zu einem Apéro in unserem Kirchgemeindehaus ein.
19:30

Chefstable
Bibel, Genuss und Zukunft: «Oz»-Chefkoch Simeon Nikolov kocht vegetarisch im «heute» und spricht mit Pfarrer Josias Burger über Hoffnung und Kulinarik.
Simeon Nikolov ist Chefkoch des vegetarischen Restaurant «Oz» im Gourmetreich des Starkochs Andreas Camina im Schloss Schauenstein in Fürstenau (GR). «Oz» kommt aus der romanischen Sprache und bedeutet «heute». Nikolov verwendet Zutaten aus dem hauseigenen Permakulturgarten – frische Kräuter, Gemüse und essbare Blumen. All das wächst im «Heute». Was heisst dieses Kochen im «Jetzt», ohne Schätze zu sammeln und in Scheunen aufzubewahren, wie es in der Bergpredigt heisst? Ist vegetarisches Kochen das Kochen der Zukunft? In der Begegnung mit den Worten «dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung» aus dem Buch des Propheten Jeremia kocht und plaudert der vom GaultMillau erkorene «Koch des Monats» mit dem Trimmiser Pfarrer Josias Burger (Podcast «Eat your bible»). Dabei entsteht ein spannender Bogen zwischen Bibel, Genuss und Kulinarik sowie Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft.
Für einen Shuttle-Service ab dem Kirchgemeindehaus, dürfen Sie sich gerne bei uns anmelden.
Es erwartet Sie ein 5-Gang-Menü. Eine Weinbegleitung kann vor Ort gebucht werden. Wir wünschen guten Appetit!

20:00

Gespräch «Ein Leben in der Disruption»
Jeremia – Prophet des Aufstands und der Hoffnung: Im Gespräch erzählen die Pfarrerstöchter Sabine Rückert und Johanna Haberer von Jeremia und anderen Oppositionellen.
Denn ich allein weiss, was ich mit euch vorhabe: Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Jer 29.11.
«Ausreißen und niederreißen, vernichten und einreißen, aufbauen und einpflanzen» (Jeremia 1,10), das ist das Programm des Propheten Jeremia. Er macht Stimmung gegen die Machtpolitik der Könige und hohen Beamten Israels, er zetert gegen die Geistlichen, die er als verlogen erlebt. Er provoziert, teilt sich mit durch prophetische Zeichen: legt sich ein Rinderjoch auf, vergräbt Steine und Gürtel, zerdeppert Tontöpfe - alles um die Könige zum Recht Jahwes zurückzuführen. Seine Analyse: Nicht mehr das Recht Gottes bestimmt eine auf Solidarität gründende Gemeinschaft, sondern Täuschung, Betrug und Gewinn prägen die Gesellschaft. Er landet als Störenfried im Gefängnis, wird dauernd von der Geheimpolizei verfolgt, am Ende verschleppt. Schließlich verschwindet Jeremia - wie so viele Propheten seines Kalibers - im Dunkel der Geschichte. Was bleibt sind seine Worte, die von einem Schreiber protokolliert wurden (Jer. 36) und die wir bis heute in diesen neuen Zeiten der Disruption als Texte des Aufstands und der Hoffnung lesen können.
Die beiden Pfarrerstöchter-Podcasterinnen Johanna Haberer (Theologin und Journalistin) und Sabine Rückert (Redakteurin ZEIT Verbrechen) erzählen und diskutieren das Leben dieses und anderer Oppositioneller, deren Leben verloren, deren Texte aber immer noch modern und unzerstörbar sind.
Foto: Vera Tammen

20:00

Vortrag «Urknall, Sternenstaub und die Frage nach Leben im Universum»
Wohin entwickelt sich das Universum? Prof. Andreas Burkert spricht über die Zukunft des Universums und die Frage nach Gott.
Prof. Dr. Andreas Burkert ist Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Inhaber des Lehrstuhls für theoretische und numerische Astrophysik. Prof Burkert erforscht mit numerischen Simulationen komplexe dynamische Prozesse im Universum und die Entwicklung des Universums. Wohin entwickelt sich das Universum? Hat das Universum eine unendliche Zukunft, oder ist auch selbst Universum, wie alles Leben, endlich? In seinem Vortrag, der den Titel «Urknall, Sternenstaub und die Frage nach Leben im Universum» trägt, wird Prof. Burkert auf diese und andere Fragen eingehen. Spannend ist dabei auch die Frage, ob auch Gott in dem Forschen und Nachdenken eines Astrophysikers Platz hat.

21:30

Taizé Nachtgebet
Gemeinsames Taizé Nachtgebet in der Kirche.
Einen intensiven Tag voller Eindrücke und Begegnungen lassen wir im Nachtgebet nachklingen.
Es werden Lieder der ökumenischen Gemeinschaft aus dem französischen Dorf Taizé gesungen. Kerzen erleuchten das Innere der Kirche. Pfarrer Jens Köhre liest biblische Texte.
Eine Zeit der Stille bildet das Zentrum des Nachtgebets.

Freitag 27.11.2026
08:00

Morgenandacht
Morgenandacht mit Pfarrer Rolf Weinrich: Ruhe, Gebet, biblischer Impuls und gemeinsames Lied – den Tag im Vertrauen auf Gott beginnen.
Jeder Tag der Flimser Bibel-Genuss-Tage beginnt mit einer Morgenandacht. Einem Moment der Ruhe, ein Gebet, ein biblischer Impuls, ein gemeinsames Lied. Den Tag im Vertrauen auf Gott beginnen. Die Andachten werden von verschiedenen Pfarrpersonen aus Graubünden geleitet.
Pfarrer Rolf Weinrich gestaltet die Morgenandacht.

09:30

Gespräch & Brunch - mit Karolina Frischkopf
Pfarrer und Dekan Thomas Müller-Weigl im Gespräch mit Karolina Frischkopf von HEKS. Dazu gibt es feinen Brunch.
Das Schaffen von Zukunft und Hoffnung für Menschen in aller Welt ist ein Kernauftrag des HEKS. In Kampagnen von HEKS fällt dieser Begriff immer wieder. Was bedeutet Hoffnung und Zukunft mit dem Blick in die Welt für die Direktorin von HEKS? Wie empfindet sie persönlich als weitgereiste Frau den Unterschied von Genuss (auch während der Bibelgenusstage), Wellbeing und Fülle in einem reichen Land wie der Schweiz im Wissen um die krasse Armut und Not in so vielen Ländern?
Eine persönliche Reflektion über Klimagerechtigkeit, humanitäre Werte, unser internationales Rechtssystem im Wandel und unser eigener Handelspielraum, moderiert von Pfarrer und Dekan Thomas Müller-Weigl.
Dazu gibt es feinen Brunch von einem Flimser Gastronomiebetrieb. Im Anschluss an das Gespräch findet eine Nachgesprächsrunde statt.

09:30

Gespräch & Brunch - mit Johanna Haberer
Pfarrerstochter und Theologin Prof. Dr. Johanna Haberer im Gespräch mit Marco Maurer.
10:30 (nach dem Brunch)

Nachgespräch zur Diskussion mit Karolina Frischkopf
Nachgespräch zur Diskussion mit Karolina Frischkopf von HEKS. Geführt wird das Gespräch von einer Pfarrperson aus Graubünden.
Im Anschluss an die Diskussion mit Karolina Frischkopf HEKS bieten wir ein Nachgespräch an. Es soll den Teilnehmenden der Bibel-Genuss-Tage Gelegenheit bieten, das Gehörte zu vertiefen und mit anderen Teilnehmenden zu diskutieren. Das gegenseitige, respektvolle Zuhören soll dabei im Mittelpunkt stehen. Offene Fragen, eigene Erfahrungen, vielleicht auch persönliche Betroffenheit mit dem gehörten Thema sollen ihren Platz an den Bibel-Genuss-Tage haben.
Das Nachgespräch wird von Oliver Santschi, Pfarrer im Rheinwald, geleitet.

12:00

Mittagsandacht
Auch an jedem Mittag bieten die Bibel-Genuss-Tage eine Andacht.
13:30

Vortrag «Hoffnung, die auf mich zukommt»
Was ist Hoffnung? Reflexionen ausgehend von Dietrich Bonhoeffer und Hartmut Rosa.
Wir haben so viel im Griff wie keine Generation vor uns. Und trotzdem sagen alle denselben Satz: Ich habe keine Zeit. Ob das Leben auch voll ist, steht auf einem anderen Blatt.
Der Soziologe Hartmut Rosa beschreibt, warum. Wir haben die Welt verfügbar gemacht. Und genau dabei ist sie stumm geworden. Ein Leben wird voll, wenn mich etwas erreicht und ich antworten kann. Rosa nennt das Resonanz. Und Resonanz kann man nicht herstellen. Aber wie hofft man dann auf etwas, das man nicht machen kann?
Dietrich Bonhoeffer hat schon 1930 in diese Richtung gedacht: Eine Welt, die nur um mich kreist, hat keine Zukunft. Zukunft ist das, was von aussen kommt. Und die Botschaft von Christus erzählt genau davon: von einem, der auf uns zukommt. Wer nicht alles selber sichern muss, hat die Hände frei. In meiner Sprache gibt es dafür ein Verb: esperançar. Hoffen als etwas, das man tut.
An diesem Nachmittag geht es um dieses Gespräch. Was ist Hoffnung, wenn sie mehr ist als ein Plan? Und was heisst das für eine Kirche, die selber oft keine Zeit mehr hat? Pfr. Dr. Wilhelm Sell ist in Brasilien aufgewachsen und hat dort viele Jahre als Theologe und Pfarrer gearbeitet. Seit August 2026 ist er Pfarrer in Flims.
Theologie fasziniert den gebürtigen Brasilianer seit jeher. In seiner Doktorarbeit hat er zu Anthropologie und Ethik bei Dietrich Bonhoeffer geforscht.

15:00

Gemeinsames Adventssingen «Macht hoch die Tür»
Gemeinsam Adventssingen unter Anleitung von Chorleiter Michael Berndonner, begleitet vom Streichquartett «le phénix».
Passend zum Thema «… dass ich Euch gebe Zukunft und Hoffnung» tragen Adventslieder die Sehnsucht nach der Geburt Jesu in sich und drücken die freudige Erwartung musikalisch aus.
Pfarrer Jens Köhre erzählt zu jedem der ausgewählten Adventslieder eine kurze Geschichte zu dessen Herkunft und Inhalt, anschliessend werden die Lieder wie «Macht hoch die Tür», «Nun komm der Heiden Heiland» oder «Maria durch ein Dornwald ging» unter der fachkundigen Anleitung von Chorleiter Michael Berndonner gemeinsam gesungen, begleitet vom Streichquartett von «le phénix» und Orgel. Mit diesem gemeinschaftlichen Tun stimmen wir uns musikalisch auf die Adventszeit ein und geben unserem Wunsch nach Hoffnung und Zukunft Ausdruck.

16:30

Gespräch «Hoffnungsvolle Zukunft mit Blick in die Vergangenheit»
Die Pfarrerin Marie-Ursula Kind und der Richter Stefan Waespi, moderiert von Arthur Honegger: Ein Gespräch über die Aufarbeitung von schwersten Menschheitsverbrechen.
Wie hängt der Blick in die Vergangenheit mit einer Hoffnung auf Zukunft in den von Leid und Grauen geplagten Ländern zusammen. Ist nur mit dem Blick in die Vergangenheit eine hoffnungsvolle Zukunft möglich? Was bleibt nach dem Krieg?
Ein Gespräch über Schuld, Gerechtigkeit und die Aufarbeitung schwerster Kriegs- und Menschenrechtsverbrechen zwischen Pfrn. Marie-Ursula Kind und Stefan Waespi, moderiert von SRF-Moderator Arthur Honegger.
Zehn Jahre lang arbeitete Pfarrerin Marie-Ursula Kind am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien. Als Juristin und Anwältin dokumentiere sie detailliert Menschenrechtsverletzungen, die zahlreich während der Kriege auf den Balkan geschehen sind. Ziel war es, die Täter der Vergangenheit vor Gericht zu bringen und verurteilen zu können. Stefan Waespi war ebenfalls am internationalen Straftribunal für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag (Niederlande) tätig. Zudem hat er einige Jahre mit der damaligen Chefanklägerin Carla Del Ponte in Den Haag zusammengearbeitet. Wenn in Ländern so zahlreiche Vergewaltigungen, Hinrichtungen, Kriegsverbrechen und Völkermord geschehen – die schlimmsten Verbrechen, die Menschen begehen können – wie kann dann Zukunft und neues Zusammenleben in diesen Ländern möglich sein?

17:30

Kabarett «Das 3. Testament»
«Das 3. Testament» vom Wortakrobat Jachen Wehrli ist Kirchenkabarett über biblische Geschichten, unsere Gegenwart und die erstaunliche Erkenntnis, dass zwischen damals und heute womöglich weniger liegt, als wir gerne glauben.
Jachen Wehrli ist Slam Poet, Kabarettist und Wortakrobat mit einem feinen Gespür für Zwischentöne. Mit Sprachwitz, schrägen Gedanken und einer guten Portion Selbstironie widmet er sich den Fragen, die irgendwo zwischen Himmel und Erde liegen geblieben sind.
Denn mit der Bibel war die Geschichte ja noch lange nicht zu Ende. Die Menschheit hat weitergelebt, sich entwickelt, gestritten, geliebt, geglaubt und gezweifelt. Höchste Zeit also für die Frage: Ist die Menschheit bereit für ein 3. Testament?
Wer die Bibel zwischen den Zeilen liest, findet Antworten auf Fragen, die keiner stellt. Und vielleicht erklären gerade diese Antworten so manches, was uns bis heute beschäftigt.
«Das 3. Testament» ist Kirchenkabarett über biblische Geschichten, unsere Gegenwart und die erstaunliche Erkenntnis, dass zwischen damals und heute womöglich weniger liegt, als wir gerne glauben.
Die Veranstaltung findet in der Kirche Fidaz statt. 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn wird ein Shuttle ab dem Kirchgemeindehaus angeboten.
Im Anschluss an das Kabarett haben Sie die Möglichkeit im FidazerHof einen Tisch zu reservieren und sich kulinarisch zu stärken. So sind Sie rechtzeitig zum Gespräch mit Rita Famos und Bischof Bonnemain um 20 Uhr wieder in der Kirche.

18:00

Abendandacht
Den Tag gemeinsam im Gebet ausklingen lassen.
18:30

Apero
20:00

Gespräch mit Rita Famos und Bischof Joseph Maria Bonnemain
Rita Famos, die Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz geht ins Gespräch mit Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain, moderiert von Marco Maurer, Journalist beim Tagesanzeiger. Vor dem Gespräch haben Sie die Möglichkeit im Restaurant FidazerHof einen Tisch zu reservieren und sich kulinarisch zu stärken. So sind Sie rechtzeitig zum Gespräch wieder in der Kirche.
Die Veranstaltung findet in der Kirche Fidaz statt. 20 Minuten vor Veranstaltungsbeginn wird ein Shuttle ab dem Kirchgemeindehaus angeboten.
Foto Bischof Bonnemain: Nicola Pitaro

20:00

Zweig meets Händel - Wort trifft Ton
Zweig und Händel begegnen sich: Ein poetisches Spiel aus Wort und Musik über Händels «Messias» – mit Andrea Zogg und Marco Schädler.
In einer fiktiven Welt treffen sich Stefan Zweig und Georg Friedrich Händel. Zweig erzählt Händels Geschichte seiner doppelten Auferstehung und Händel gerät noch einmal in den Rausch der 23 Tage, in welchen er den Messias komponiert hat. Sprache und Musik verweben und durchdringen sich.
Keine Lesung – kein Konzert.
Mit WORT von Andrea Zogg und TON von Marco Schädler am Piano.
Das Ticket ist mit oder ohne Apero buchbar.

21:30

Taizé Nachtgebet
Gemeinsames Taizé Nachtgebet in der Kirche.
Einen intensiven Tag voller Eindrücke und Begegnungen lassen wir im Nachtgebet nachklingen. Es werden Lieder der ökumenischen Gemeinschaft aus dem französischen Dorf Taizé gesungen. Kerzen erleuchten das Innere der Kirche. Pfarrer Jens Köhre liest biblische Texte. Eine Zeit der Stille bildet das Zentrum des Nachtgebets.

Samstag 28.11.2026
08:00

Morgenandacht
Morgenandacht mit Pfarrer Felix Urech und einer hörenden Pfarrperson: Ruhe, Gebet, biblischer Impuls und Lied – gemeinsam in den Tag starten.
Jeder Tag der Flimser Bibel-Genuss-Tage beginnt mit einer Morgenandacht. Einem Moment der Ruhe, ein Gebet, ein biblischer Impuls, ein gemeinsames Lied. Den Tag im Vertrauen auf Gott beginnen. Die Andachten werden von verschiedenen Pfarrpersonen geleitet. Pfarrer Felix Urech (gehörlos) und eine weitere Pfarrperson (hörend) des Gehörlosenpfarramts Ostschweiz gestalten die Morgenandacht.

09:30

Moderierte Diskussion «Was ist Frieden und wie wird er möglich?»
Ein Gespräch über Hoffnung in einer von Krieg und Unsicherheit geprägten Welt mit Korpskommandant Benedikt Roos und Ex-Nationalratspräsident Eric Nussbaumer, moderiert von Christina aus der Au.
Was ist Frieden und wie wird er möglich?
Ein Gespräch über «Hoffnung in einer von Kriegen und Verunsicherung geprägten Weltsituation» zwischen Korpskommandant Benedikt Roos, dem Chef der Schweizer Armee und Eric Nussbaumer, Ex-Nationalratspräsident und Präsident der Europäischen Bewegung der Schweiz, moderiert von Christina aus der Au, Kirchenratspräsidentin der Evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau.

09:30
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Gespräch & Brunch - Exegetische Einführung zu Jeremia 29,11
Jeremias «Zukunft und Hoffnung» im Kontext: Theologin und Alttestamentlerin Christl Maier erschliesst den Bibeltext verständlich und lebensnah – mit Brunch und Nachgespräch.
Das diesjährige Bibelwort «… dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung» ist lediglich ein Teilvers aus einer umfassenden prophetischen Text, der in seinem Kontext und historischen Umfeld kritisch eingeordnet werden muss, um ihn recht zu verstehen. Eine ordentliche Bibeltextauslegung unseres Leitworts aus dem Propheten Jeremia ist unumgänglich für diese Bibel-Genuss-Tage. Theologin Christl Maier ist bekannt dafür, dass sie anspruchsvolle theologische Inhalte auch für Laien verständlich und lebensnah vermitteln kann. Sie ist eine ausgewiesene Spezialistin für den Propheten Jeremia.
Dazu gibt es feinen Brunch von einem Flimser Gastronomiebetrieb.
Im Anschluss an das Gespräch findet eine Nachgesprächsrunde statt.
Foto: T. Roland
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10:30 (nach dem Brunch)

Nachgespräch zum Vortrag von Prof. Dr. Christl Maier
Nachgespräch zum Vortrag von Prof. Dr. Christl M. Maier. Geführt wird das Gespräch von einer Pfarrperson aus Graubünden.
Im Anschluss an den Vortrag von Prof. Dr. Christl M. Maier bieten wir ein Nachgespräch an. Es soll den Teilnehmenden der Bibel-Genuss-Tage Gelegenheit bieten, das Gehörte zu vertiefen und mit anderen Teilnehmenden zu diskutieren. Das gegenseitige, respektvolle Zuhören soll dabei im Mittelpunkt stehen. Offene Fragen und eigene Reflexionen sollen ihren Platz an den Bibel-Genuss-Tage haben.
Das Nachgespräch wird von einer erfahrenen Pfarrperson aus dem Kanton Graubünden geleitet.

11:30

Film & Gespräch - «Plötzlich gelähmt»
Film SRF Reporter «Plötzlich gelähmt», Gespräch mit Filmemacherin Theresa Hofer.
Guido Suter, 50, war Elitesoldat, Swiss-Ski-Coach und führte Kriseneinsätze für das EDA – immer bereit, bis ans Limit zu gehen. Vor drei Jahren brach er sich bei einem Skiunfall den zweiten Halswirbel und ist seitdem vom Hals abwärts gelähmt. Wie geht er mit seinem Schicksal um? Nach dem Unfall war für ihn sofort klar: «So will ich nicht leben.» Getragen von der Hoffnung, wieder laufen zu können, kämpft er um jeden Millimeter Fortschritt. Doch die Realität holt ihn ein: In der siebenmonatigen Reha wird klar, dass ein Leben ohne Rollstuhl nicht mehr möglich sein wird. In einem weiteren Jahr möchte er herausfinden, ob er in diesem Körper weiterleben will. Filmemacherin Theresa Hofer – eine Freundin von Guido Suter – begleitet ihn auf dieser emotionalen Reise zwischen Leben und Tod.
«Plötzlich gelähmt» ist ein Film über Identität, Sinn und die erstaunliche Fähigkeit des Menschen, sich an das Unvorstellbare zu gewöhnen.
Zwischen Teil 1 und Teil 2 wird die Filmemacherin Theresa Hofer über ihre Zeit als begleitende Filmemacherin und gute Freundin von Guido Suter berichten. Für eine kleine Stärkung währenddessen ist gesorgt.
Am Nachmittag wird Guido Suter in der Kirche Flims einen eigenen Vortrag halten.

12:00

Mittagsandacht
Auch an jedem Mittag bieten die Bibel-Genuss-Tage eine Andacht.
14:00

Gespräch «Woraus Hoffnung schöpfen?»
Nach einem Skiunfall als Tetraplegiker zurück ins Leben: Guido Suter spricht mit Peter Düggeli über Hoffnung, Zukunft und die Kraft, sich neu zu orientieren.
Guido Suter ist ein ehemaliger Elite-Soldat der Schweizer Armee mit Einsätzen u.a. Afghanistan, ehemaliger Swiss-Ski-Trainer und Konditionstrainer beim HC Davos. Ein Skiunfall hat sein Leben jäh total verändert. Er ist Tetraplegiker.
Es ist äusserst bewegend, wie er in der SRF-Doku von Theresa Hofer über seine persönliche Zukunft spricht, über das, was ihn hoffen lässt, trotz der grossen Einschränkungen, denen er ausgesetzt ist. Durch die SRF-Dokumentation erlangte Gudio Suter grosse Bekanntheit. Wir haben Herrn Suter für die Bibel-Genuss-Tage angefragt, er hat gerne zugesagt. Was macht es mit einem Menschen, wenn vieles, was einem wichtig ist, durch einen Unfall und eine Behinderung nicht mehr möglich ist? Woraus schöpft Guido Suter Hoffnung? Kann ein Mensch sich an alles gewöhnen?
SRF-Moderator Peter Düggeli führt das Gespräch. Im Anschluss findet eine Nachgesprächsrunde statt.
Passend dazu wird vorher bei einem eigenen Programmpunkt im Kino Me and All die Dokumentation gezeigt und Filmemacherin Theresa Hofer ist zum Gespräch vor Ort.

15:00

Nachgespräch zur Vortrag von Guido Suter
Nachgespräch zu Guido Suter: Gehörtes vertiefen, Fragen teilen und persönliche Gedanken im respektvollen Austausch Raum geben.
Im Anschluss an die Diskussion mit Guido Suter bieten wir dieses Jahr ein Nachgespräch an. Es soll den Teilnehmenden der Bibel-Genuss-Tage Gelegenheit bieten, das Gehörte zu vertiefen und mit anderen Teilnehmenden zu diskutieren. Das gegenseitige, respektvolle Zuhören soll dabei im Mittelpunkt stehen. Offene Fragen, eigene Erfahrungen, vielleicht auch persönliche Betroffenheit mit dem gehörten Thema sollen ihren Platz an den Bibel-Genuss-Tage haben.
Das Nachgespräch wird von einer erfahrenen Pfarrperson aus dem Kanton Graubünden geleitet.

17:00

Werkeinführung
Bachs Adventskantate BWV 49: Prof. Dr. Eva-Maria Faber führt gemeinsam mit «le phénix» in das Werk und seine Entstehung ein. Inkl. Apéro riche im Anschluss.
Dieses Jahr wird das orchester «le phénix» die Bachkantate «Ich geh und suche mit Verlangen (BWV 49) im Gottesdienst am 1. Advent erklingen lassen. In der Werkeinführung wird Prof. Dr. Eva-Maria Faber zusammen mit dem orchester «le phénix» und den Gesangs Solisten Felicitas Erb (Sopran) und Retus Pfister (Bass) die Kantate, die Johann Sebastian Bach für einen Gottesdienst im November 1726 komponiert hat, auslegen.
Inkl. Apéro riche im Anschluss.

18:00

Abendandacht
Den Tag gemeinsam ausklingen lassen.
18:30

Apéro riche
Dieser ist im Ticket von Patti Basler und / oder der Werkeinführung enthalten.
21:30

Taizé Nachtgebet
Gemeinsames Taizé Nachtgebet in der Kirche.
Einen intensiven Tag voller Eindrücke und Begegnungen lassen wir im Nachtgebet nachklingen. Es werden Lieder der ökumenischen Gemeinschaft aus dem französischen Dorf Taizé gesungen. Kerzen erleuchten das Innere der Kirche. Pfarrer Jens Köhre liest biblische Texte. Eine Zeit der Stille bildet das Zentrum des Nachtgebets.

Sonntag 29.11.2026
10:00

Abschlussgottesdienst
Gottesdienst mit der Bachkantate 49 vom Orchester «le phénix».
Den Abschluss der Bibel-Genuss-Tage macht der Kantatengottesdienst zum 1. Advent.
Dieses Jahr wird das orchester «le phénix» die Bachkantate «Ich geh und suche mit Verlangen» (BWV 49) zusammen mit den Gesangs Solisten Felicitas Erb (Sopran) und Retus Pfister (Bass) im Gottesdienst am 1. Advent erklingen lassen. Am Tag zuvor wird Eva-Maria Faber gemeinsam mit dem Orchester «le phénix» die Kantate, die Johann Sebastian Bach für einen Gottesdienst im November 1726 komponiert hat, auslegen.

Bibel-Genuss-Tage 2026
Tickets ab sofort erhältlich

